Was unser US-Firmenbericht enthält
Unsere US-Berichte stützen sich auf Quellen wie das zuständige Secretary-of-State-Register, die föderalen EIN-Daten des IRS, das SEC-EDGAR-System (für börsennotierte Unternehmen), UCC filings, föderale und bundesstaatliche Gerichtsakten sowie Daten der Insolvenzgerichte (PACER); für bestimmte Dokumente können Gebühren anfallen. In den USA werden Unternehmensdaten auf bundesstaatlicher Ebene vom jeweiligen Secretary of State geführt, ergänzt durch föderale Ebenen (SEC EDGAR, UCC filings, PACER-Gerichtsakten); es gibt kein öffentliches IRS-Register der Employer Identification Numbers, sodass eine EIN nur erfasst wird, wenn das Unternehmen sie offengelegt hat (zum Beispiel in SEC-Meldungen). Die Abdeckung einer einzelnen Quelle hängt davon ab, was das geprüfte Unternehmen eingereicht hat und was zum Zeitpunkt der Suche öffentlich zugänglich ist. Sofortige Online-Berichte liefern alle verfügbaren Register- und öffentlichen Daten; recherchierte Berichte ergänzen direkte Recherchen vor Ort.
Identität & Registrierung
- ✓ Gründungsbundesstaat und Registernummer (filing number)
- ✓ Federal Employer ID Number (EIN, soweit offengelegt)
- ✓ Rechtsform (C-Corp, S-Corp, LLC, LP, LLP, PC)
- ✓ Gründungsdatum, Hauptadresse, Registered Agent
Personen & Eigentümer
- ✓ Officers, Directors, Managing Members
- ✓ Mutter- / Tochter- / verbundene Gesellschaften (soweit verfügbar)
- ✓ Eigentümerstruktur börsennotierter Unternehmen (SEC filings)
- ✓ FinCEN-BOI-Status (soweit zutreffend) (fallabhängig)
Finanzen & Geschäftstätigkeit
- ✓ Bei der SEC eingereichte Finanzdaten (börsennotierte Unternehmen)
- ✓ NAICS- / SIC-Branchenklassifizierung
- ✓ Risikoindikator und berechnetes Kreditlimit
Risiko & öffentliche Register
- ✓ Urteile föderaler und bundesstaatlicher Gerichte
- ✓ Insolvenzanträge (Chapter 7, 11, 13)
- ✓ UCC filings (besicherte Gläubigerforderungen)
Hinweis zu US-Daten: Private US-Unternehmen sind nicht zur Veröffentlichung von Abschlüssen verpflichtet. Detaillierte Finanzdaten sind nur für SEC-registrierte (börsennotierte) Unternehmen verfügbar. Für private LLCs und Corporations kann ein recherchierter Bericht eine direkte Anfrage an das Unternehmen nach Finanzdaten und gegebenenfalls nach Handels- oder Bankreferenzen umfassen — zusätzliche Informationen, deren Weitergabe das Unternehmen zustimmen oder ablehnen kann.
Warum eine US-Firma prüfen?
Die USA haben die größte Volkswirtschaft der Welt und das umfangreichste Angebot an öffentlichen Register- und Gerichtsdaten zu Unternehmen. Jede Kapitalgesellschaft ist bei einem bundesstaatlichen Secretary of State registriert; föderale Gerichtsakten und Insolvenzanträge sind über PACER durchsuchbar; die SEC veröffentlicht über EDGAR detaillierte Meldungen für jedes börsennotierte Unternehmen; UCC filings erfassen besicherte Gläubigerpositionen an Unternehmensvermögen; und das OFAC führt die meistgenutzte Sanktionsliste im internationalen Handel. Für einen entwickelten Markt ist das Volumen strukturierter öffentlicher Informationen außergewöhnlich.
Die Schwierigkeit liegt in der Zersplitterung. Es gibt kein nationales Unternehmensregister: Die Gründung ist eine bundesstaatliche Angelegenheit, und ein US-Unternehmen kann in Delaware gegründet, in California ansässig und mit operativen Tochtergesellschaften in Texas, Florida und New York tätig sein. Um das Unternehmen ordnungsgemäß zu prüfen, müssen Sie wissen, in welchem Bundesstaat die Daten geführt werden, in welchen weiteren Bundesstaaten das Unternehmen zur Geschäftstätigkeit zugelassen ist und wie die operative Realität auf diese rechtliche Struktur abbildet.
Die zweite Schwierigkeit ist die finanzielle Intransparenz bei privaten Unternehmen. Anders als in den meisten europäischen oder asiatischen Rechtsordnungen sind private US-Unternehmen, einschließlich sehr großer LLCs und S-Corps, nicht zur Veröffentlichung von Abschlüssen verpflichtet. Bei einem privat gehaltenen Geschäftspartner bestätigt eine sofortige Registersuche die rechtliche Existenz, den Status und die Eigentümerstruktur, liefert Ihnen aber keine Gewinn- und Verlustrechnung. Für Kredit- und Beschaffungsentscheidungen zu privaten Unternehmen ist ein recherchierter Bericht oft das richtige Instrument: Unsere Rechercheure prüfen die verfügbaren Unterlagen und können das Unternehmen direkt nach zusätzlichen Informationen fragen (die Finanzdaten oder Handels- und Bankreferenzen umfassen können), deren Weitergabe das Unternehmen zustimmen oder ablehnen kann.
Zu den Risikomustern, die in US-Berichten dargestellt werden können, zählen verwirkte oder administrativ aufgelöste Unternehmen, die weiterhin aktiv Geschäfte anbahnen; UCC filings, die erhebliche besicherte Gläubigerforderungen vor neuer Lieferantenkreditgewährung aufzeigen; OFAC-Sanktionstreffer bei verbundenen Parteien; eine Chapter-11-Sanierungshistorie; sowie Adressen, die ausschließlich einem Registered Agent zugeordnet sind und keinerlei operative Präsenz aufweisen. Informationen können fallabhängig abgerufen werden. Die Daten werden in mehreren unterschiedlichen bundesstaatlichen, föderalen und gerichtlichen Datenbanken geführt, und für den Zugriff können Gebühren anfallen. Jedes dieser Signale ist für einen Käufer, Kreditgeber oder Partner aussagekräftig.